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Rentenlücke

Rentenlücke berechnen

Vielen Menschen ist es nicht bewusst, dass ihre Rentenlücke deutlich größer ist als bisher angenommen. Besonders hart trifft es nicht nur alle unter 40 jährigen, die bereits wissen das ihre Rente nur im Bereich der Grundsicherung liegen wird, sondern alle diejenigen, die schon viele Jahre in das gesetzliche Rentenversicherungssystem eingezahlt haben und nun feststellen, dass eine private Altersvorsorge (AV) die Rentenlücke kaum noch schließen kann. Diese Personengruppe muss sich wohl mit einer Rente im Hartz IV-Niveau sowie mit der bevorstehenden Altersarmut anfreunden.

Wie hoch ist meine Rentenlücke?

Die Rentenlücke bezeichnet zunächst den Unterschied zwischen dem jetzigen Nettoeinkommen und dem späteren Rentennettoeinkommen. Das aktuelle Nettoeinkommen wird auch mindestens mit dem Rentenbeginn benötigt. Praktisch wird jedoch mit dem Rentenbeginn deutlich mehr Geld benötigt, weil die Lebenshaltungskosten höher sind und die Kosten für Arzneimittel etc. ansteigen. Wann geben Sie denn mehr Geld aus, wenn Sie im Urlaub sind oder wenn Sie arbeiten gehen? Zunächst müssen Sie Ihr aktuelles Nettoeinkommen ermitteln. Um die Rentenlücke zu berechnen muss man in einem nächsten Schritt versuchen das Nettoeinkommen zum Rentenbeginn zu prognostizieren.

Renteninformation

Der Renteninformationsbescheid wird durch die Deutsche Rentenversicherung jedes Jahr an die künftigen Leistungsempfänger versendet. In einem Unterpunkt findet man auf der Seite 1 die voraussichtliche monatliche Rente. Diese Rente ist jedoch leider nicht die Rente die man zu erwarten hat. Der Empfänger dieser Renteninformation wird damit, ungewollt von der Rentenversicherung, auf den ersten Blick getäuscht. Viele Empfänger geben sich nämlich mit disem Rentenwert der künftigen Altersrente zu frieden, ohne sich hinreichend das Kleingedruckte durchzulesen.

Die dargestellte monatliche künftige Altersrente ist keine Nettorente, wie man vermuten könnte, sondern es handelt sich um eine Bruttorente. Von dieser Rente müssen noch die Krankenversicherungsbeiträge sowie die Steuern abgezogen werden. Die dargestellte Rente beinhaltet auch noch nicht das absinkende Rentenniveau von 12 bis 18 %. Allein für diese beiden Punkte sollte eine Person die unter 55 Jahren alt ist Pauschal 25 % vom Rentenwert abziehen, erst dann erhält man einen Wert mit dem man rechnen kann. Das heißt, ein Bürger der per Renteninformation 1200 EUR Rente erhalten würde, kann ungefähr mit einer Rente in höhe von 900 EUR rechnen.

Aber auch dieser Wert ist leider noch nicht korrekt. Die Rentenanpassungen lagen in den vergangenen Jahren bei ca. 1% p.a.. Die Inflationsrate ist jedoch im Jahr deutlich höher, sodass das Geld was man vermeintlich bekommt, noch dem Kaufkraftverlust zu unterwerfen ist. Hier muss mit einer Zinseszinsformel gerechnet werden. Fakt ist, umso mehr Jahre noch bis zum Rentenbeginn bestehen, desto höher ist der Kaufkraftverlust und desto drastischer wirkt sich das im Ergebnis aus. Aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrisen ist auch in der Zukunft mit steigenden Inflationsraten zu rechnen, was die Situation eventuell noch mehr verschärfen könnte.

Ein weiteres gravierendes Missverständnis zur Renteninformation ist der, dass der aufgezeigte Rentenwert nur eine Tendenz darstellt und nur dann eintritt, wenn man bis zum Eintritt der Regelaltersrente in der selben Höhe verdient wie in den vorangegangenen 5 Jahren. Dieses Szenario ist jedoch oftmals eher unwahrscheinlich. Viele Menschen werden besonders im Alter arbeitslos oder müssen früher in Rente gehen. Diese Umstände lassen den tatsächlichen prognostizierten Rentenwert jedoch besonders stark fallen.    

Wie hoch ist meine Rente?

Aufgrund der vielen Variablen empfehlen wir allen Menschen die unter 50 Jahre alt sind grundsätzlich einen pauschalierten Abschlag in Höhe von 50% zum aufgeführten Wert in der Renteninformation vorzunehmen. In unserem Beispiel sollte eine Person die 45 Jahre alt ist und vermutlich 1200 Euro lt. Renteninformation spätere Altersrente bezieht 50 % in Abzug bringen. Sie kann vermutlich mit einer Regelaltersrente in höhe von 600 Euro netto rechnen.

Rentenlücke berechnen

Bezieht man ein Nettogehalt von ca. 1800 Euro und hat eine Regelaltersrente von 1200 Euro zu erwarten, sollte man von den 1200 Euro pauschal 50 % in Abzug bringen. Die Rentenlücke beträgt also nach unserem Beispiel 1800 EUR – 600 EUR = 1200 Euro. Sie benötigen eine Altersvorsorge mit einer monatlichen zusätzlichen Rente in Höhe von 1200 Euro (Nettokaufkraft), um nicht mit dem Rentenbeginn in die Altersarmut abzurutschen.  

Rentenlücke schließen

Auch die errechnete Versorgungslücke unterliegt dem Kaufkraftverlust. Eine 45 jährige Person die eine Versorgungslücke von 1200 Euro monatliche Rente aufweist, benötigt eine spätere zusätzliche Rente in Höhe von 1979 Euro, um eine heutige Kaufkraft im Wert von 1200 Euro mit dieser Rente zu erreichen (angenommene Inflationsrate von 2,2,% p.a./ 23 Jahre). Um diese Rente ein Leben lang zahlen zu können, müsste man die spätere Verzinsung in der Rentenperiode kennen und das Geld zu diesem Zinssatz anlegen. Bei einer angenommenen Verzinsung des Rentenkapitals von 3 % p.a. benötigt diese Person ein Rentenkapital von 792.000 EUR (396.000 EUR bei 6 % p.a.), um daraus eine lebenslange Rente in Höhe von 1979 Euro bzw. von 1200 Euro heutiger Kaufkraft erzielen zu können.

Wir helfen Ihnen schnell und unkompliziert, bei der Ermittlung Ihrer Rentenversorgungslücke und zeigen Ihnen die richtige Wahl Ihrer Altersvorsorge (AV) auf.